Tja, was gibt es zu sagen, über uns und unser Verhältnis zum Dachverband, dem Coburger Convent? Zunächst einmal: Der umtriebige CCer pflegt uns zu kennen! Dafür sorgen unsere regelmäßige Teilnahme am Pfingstkongress in Coburg sowie der damit einhergehende Einsatz beim dortigen Fußballturnier, die Präsenz beim Bummeln und unsere sprichwörtlichen ‚Berliner Großschnauzen’.

Präsidialjahr 1974/75

D250_grarüber hinaus hatten und haben einzelne unserer Bundesbrüder diverse CC-Ämter inne. Im Geschäftsjahr 1974/75 stellten wir uns der Verpflichtung, die Präsidierende des CC zu sein und lieferten unter dem Jahresmotto: ‚Freundschaft – unser Band fürs Leben’ eine – so berichten ungezählte Legenden aus dieser Zeit :) – sehr gelungene Amtszeit.

Gesamtdeutsche Fragen/ Gesamtdeutsche Tagung (GDT)

Schon ein Jahr vor unserer Präsidialzeit wurde unser damaliger AHV Joachim Schön zum Amtsleiter für gesamtdeutsche Fragen gewählt – das erste CC-Amt, das ein Brandenburger wahrnahm. Sein Amtsnachfolger wurde im Jahre 1976 ebenfalls ein Brandie, Bundesbruder ‚Oni’ Kretzer-Moßner, der während unserer Präsidialzeit auch der Sprecher des Coburger Conventes war. Er führte das Amt (das für gesamtdeutsche Fragen, nicht das des CC-Sprechers) bis zur Wiedervereinigung und stellte auf dem Kongress 1991 den Antrag, dieses aus gegebenem Anlass abzuschaffen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde jährlich unter der Regie des Amtsleiters in Berlin eine ‚Gesamtdeutsche Tagung’ (GDT) abgehalten, während der regelmäßig Legionen von Verbandsbrüdern in unserem Brandie-Kubus bewirtet wurden. Auch die Assoziation GDT – Brandenburg ist mit ein Grund, warum man unseren Bund weithin kennt.

Ausländische CCer

Anfang der 70er Jahre begannen wir ausländische Studenten in unsere Reihen aufzunehmen. Zwar taten das teilweise andere CC-Bünde zu diesem Zeitpunkt auch schon, jedoch handelte es sich dabei i. d. R. nicht um Perser, Ecuadorianer oder Thailänder und standen diese Bünde auch nicht davor, das CC-Präsidium zu übernehmen. Insofern hat Brandenburg nachhaltig daran mitgewirkt, unseren Farben tragenden Dachverband noch ein wenig mehr zu kolorieren. Mittlerweile sind nicht nur die Reihen unserer Landsmannschaft, sondern auch etlicher anderer Bünde multinationaler und dermatisch mannigfaltiger geworden und mit Sicherheit hat die Expansion dieser liberalen Tendenzen im Verband, ein Stück weit dazu beigetragen, dass den österreichischen Landsmannschaften die Türen zum CC geöffnet worden sind.

Brandenburg, der CC & Bad Blankenburg

Im Jahre 1994 wurde Brandenburg mehr oder weniger wieder in die Geschicke des Verbandes involviert, wurde doch die Berliner VACC Vorort des AHCC. Zwei Jahre später, 1996, wurde unserer schon erwähnter AH Schön zum Vorsitzenden des AHCC und unser AH Kretzer-Moßner zu seinem Stellvertreter gewählt. Nach zwei Jahren tauschten sie die Positionen bis zum Jahre 2000. Zu ihren nachhaltigsten Errungenschaften während ihrer Amtszeiten gehört das gute Verhältnis, das der CC zum ehemaligen Tagungsort der Turnerschaften, dem idyllischen Bad Blankenburg in Thüringen, aufgebaut hat. Dort hatte der Vertreter-Convent der Turnerschaften an deutschen Hochschulen (VC) zu Beginn der 30er Jahre die Stadthalle errichtet. Auch gehen die Bad Blankenburger Sportanlagen, die heute noch rege Nutzung erfahren, auf die Turntradition der Turnerschaften zurück.
Resultate der neuerlichen guten Beziehungen zwischen unserem Dachverband und Bad Blankenburg - insbesondere zum Bürgermeister Pabst und Stadtrat Jahn - sind sehr günstige Nutzungsbedingungen der Bad Blankenburger Sportschule für den CC, die Errichtungen eines VC-Gedenksteines und eines Traditionszimmers in den Sportanlagen. Seit etlichen Jahren werden nunmehr auch regelmäßig die so genannten Greifenstein-Tagungen in Bad Blankenburg durch den CC veranstaltet.

Weiter geht’s …

Aber auch im neuen Jahrtausend schlief das interkorporative Engagement unseres Bundes in unserem Dachverband nicht ein. Unser Bundesbruder Axel Kronast wurde Pfingsten 2002 zum Leiter des Fechtamtes gewählt, musste dieses jedoch im November 2004 aufgeben, da er es aufgrund seiner Ausbildung zum Fechtmeister satzungsgemäß nicht mehr ausführen konnte. Auch unsere Alten Herren Kretzer-Moßner und Schön sind darüber hinaus weiterhin in übergeordneten Positionen tätig. Ersterer engagiert sich nunmehr im Haushaltsausschuss des CC, während zweitgenannter seit 2002 Vorsitzender des Conventes Deutscher Akademikerverbände (CDA) , dem Dachverband der Dachverbände (sic!), ist. Ihm ist somit der Griff nach der totalen Macht über die europäischen Korporationen deutscher Provenienz geglückt. Wir rechnen jeden Tag damit, dass er sich in ‚Blofeld' umtaufen lässt. ;)